Daten können helfen, Schule und das Bildungssystem zu verbessern. Um von Daten in konkrete Umsetzung zu kommen, braucht es Dialog und Verständnis zwischen allen Beteiligten. Das zeigt sich auch bei der Bildungsverlaufsstatistik – und bei unserem Parlamentarischen Abend zu diesem Thema.

Der Parlamentarische Abend fand als gemeinsame Initiative mit der Deutsche Telekom Stiftung, der Robert Bosch Stiftung und der Wübben Stiftung Bildung statt. Eröffnet wurde der Abend mit einem Grußwort von Bundesbildungsministerin Karin Prien. An der anschließenden Diskussion nahm die Parlamentarische Staatssekretärin Mareike Wulf teil. Ziel der Veranstaltung war insbesondere, Bundestagsabgeordnete aus dem Bildungsausschuss über aktuelle Entwicklungen zu informieren.

Ein zentraler Gedanke des Abends: Daten sind kein Selbstzweck. Sie sollen jungen Menschen und ihren Bildungsbiografien zugutekommen – indem sie individuelle Förderung unterstützen und helfen, das Bildungssystem politisch besser zu steuern. Dafür braucht es eine Kultur des Hinschauens und gemeinsamen Lernens.

Bildungsverlaufsstatistik im Fokus

Wie anspruchsvoll das ist, zeigt die geplante Bildungsverlaufsstatistik. Ministerin Prien hatte zuvor am selben Tag im Bildungsausschuss angekündigt, sie noch in dieser Legislatur zu etablieren. Unser Projekt Change Learning hat die Erarbeitung eines gemeinsamen Zielbilds als Fundament für das Engagement von Bund und Ländern angestoßen und begleitet. Zwanzig Menschen aus Bund, Ländern und Kommunen, Datenschutz, Statistikämtern, Wissenschaft und Verbänden brachten dazu ihre unterschiedlichen Perspektiven in einer gemeinsamen Fokusgruppe ein. Corinna Kleinert vom Leibniz-Institut für Bildungsverläufe und Mitglied der Gruppe stellte das gemeinsame Zielbild beim Parlamentarischen Abend vor.

Dirk Zorn machte im Rahmen der Veranstaltung deutlich, wie das gemeinsame Zielbild entstehen konnte: durch vertrauensvolle Räume, offene Auseinandersetzung und die Bereitschaft, eigene Annahmen zu überprüfen. Unter den eingesetzten Methoden waren sogenannte Listening Sessions: 45 Minuten lang nur zuhören, ohne zu argumentieren oder zu überzeugen. So wurden Erfahrungen und Sorgen hinter unterschiedlichen Positionen verständlich und in den Prozess zur Erarbeitung des Zielbilds eingebunden. Auch kritische Perspektiven wie die des Datenschutzes oder einzelner Verbände wurden von Anfang an aktiv eingebunden und haben dazu beigetragen, dass das Zielbild heute auf breiter Basis steht.

Das Zielbild stellen wir auf einer Stakeholder-Veranstaltung am 2. November der Fachöffentlichkeit vor und veröffentlichen es im Anschluss als Impulspapier. Auf dem Weg zur Etablierung einer Bildungsverlaufsstatistik auch in Deutschland stellte der Parlamentarische Abend einen wichtigen Meilenstein dar.

Foto: Wübben Stiftung Bildung/David Ausserhofer

Dieser Text wurde KI-assistiert erstellt.